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Ingbert Liebing: Deutscher Bundestag würdigt Schutz des Wattenmeeres!

eingestellt am 05.03.2010

 

In seiner Sitzung am 04. März hat der Deutsche Bundestag eine Initiative der Koalitionsfraktionen debattiert und beschlossen, die die Auszeichnung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe würdigt.

 

Der besonders schützenswerte Natur- und Lebensraum war im vergangenen Jahr in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen worden. Zugleich nahm der Bundestag einen Ausblick auf die 11. Trilaterale Wattenmeerkonferenz, die vom 17. bis 19. März 2010 auf Sylt stattfindet und die drei Wattenmeeranrainerstaaten Niederlande, Dänemark und Deutschland zusammenbringt.

„Ich freue mich, dass es nach Jahren strittiger Auseinandersetzungen der Trilateralen Wattenmeerkooperation unter deutschem Vorsitz gelungen ist, das Wattenmeer zwischen Texel und Sylt erfolgreich als Welterbe zu nominieren und heute der Stolz in der Region über den Welterbetitel überwiegt. Dies ist ein gutes Beispiel, dass durch breite Einbindung der Menschen vor Ort die notwendige Akzeptanz für Naturschutzmaßnahmen erzielt werden kann“, so Ingbert Liebing, Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.

In dieser Funktion konnte Liebing heute im Küstenkreis noch vor der Debatte im Plenum die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, begrüßen. Heinen-Esser nutzte die Gelegenheit, die Auszeichnung des Wattenmeeres als erstes großflächiges Weltnaturerbe in Deutschland als Verdienst der örtlichen Bevölkerung, Organisationen, Regierungen und Anrainerstaaten zu begrüßen. Ferner verlieh sie ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Einbeziehung des dänischen Teils des Wattenmeeres nachträglich ermöglicht wird. Hinsichtlich des heute im Bundestag beschlossenen Wattenmeer-Antrages, der aufgrund des besonderen touristischen Wertes des „Welterbe Wattenmeer“ von einer gesamtstaatlichen Verantwortung ausgeht, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin, die zuständigen Ministerien für Umwelt und Verkehr würden bereits eng zusammenarbeiten, um weitere finanzielle Instrumente zu Gunsten des Weltnaturerbes zu nutzen.

Erfreut zeigte sich Heinen-Esser, dass es im Vorfeld der Trilateralen Wattenmeerkonferenz gelungen sei, eine von den Niederländern gewünschte Ausweitung des schifffahrtsrechtlich besonderen Schutzgebietes PSSA über das Schutzgebiet des Wattenmeeres hinaus zu verhindern. Nach holländischer Vorstellung sollte dieses Gebiet z.B. auf die Zufahrten der deutschen Seehäfen ausgedehnt werden, während Rotterdam nicht betroffen gewesen wäre. Dies hätte Wettbewerbsnachteile für die deutsche Hafenwirtschaft zur Folge gehabt.

„Es ist gut, dass sich die Bundesregierung einvernehmlich gegen diese Pläne gewandt hat. Auch die Koalitionsfraktionen unterstützen mit ihrem Bundestagsantrag diese ablehnende Position“, erklärte Liebing.

 

In den vergangenen Legislaturperioden hatte sich der Deutsche Bundestag nie umfassend mit dem Wattenmeer befasst. Die Auszeichnung als Welterbe und die bevorstehende Trilaterale Wattenmeerkonferenz, die zugleich Schluss- und Höhepunkt einer vierjährigen deutschen Präsidentschaft ist und die Wattenmeerkooperation für die Zukunft organisatorisch und inhaltlich fit machen soll, geben ausreichend Anlass, dass sich der Deutsche Bundestag mit diesem einzigartigen Naturraum befasst, erklärte Ingbert Liebing abschließend.

 

 

 
 
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