"Herzlich Willkommen bei der CDU in Husum", begrüsste Ortsvorsitzender Karsten Jahn den Referenten Michael Stöter und die interessierten Gäste,....
...... hier auch den Kreisvorsitzenden der CDA Schleswig-Flensburg, Heinzjörg Kretzschmann im Best Western Theodor-Storm-Hotel. Der Referent war kurzfristig eingesprungen da die eigentlich vorgesehene Irina Sperling aufgrund eines Unglücksfalls in der Familie verhindert war. Nach einer kurzen Einleitung durch den Ortsvorsitzenden und einen kleinen Film über 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland startete der Gast aus Hessen seinen Vortrag über die Politik zum abgewöhnen. In dem kurzweiligen Referat beleuchtete der Gast aus der CDU Kassel-Land die 12 Monate zwischen den Landtagswahlen auf kritische Weise, ohne Betriebsblindheit an den Tag zu legen. "Wir haben trotz des Titels"stärkste Fraktion" 2008 eindeutig verloren und das auch durch eigene Fehler oder Versäumnisse in der Wahlkampfführung", so Michael Stöter. Die Sozialdemokraten hätten nicht mit der CDU über eine Regierungsbildung verhandeln wollen, ein Novum in der bundesdeutschen Geschichte. "Zumindest die beiden Volksparteien sind bisher zu einem konstruktiven Dialog immer in der Lage gewesen", so Stöter. Die Verweigerung durch Frau Ypsilanti und die damit beginnenden schwierigen Verhandlungen im linken Lager hätten das Vertrauen vieler in die Demokratie erschüttert. Die Anläufe der hessischen SPD, die Ministerpräsidentin zu stellen hätten ihn ein wenig an die diversen Wahlgänge der Heide Simonis erinnert. "Man wurde auch hier aus Schaden nicht klug, das Desaster in der Form ist eine reine Eigenproduktion". Erschrocken hätte ihn und seine Kollegen vor allem der Umgang in der Sozialdemokratie mit den eigenen Leuten. "Eine Treibjagd wie hier geschehen mit persönlichen Diffamierungen und Herabsetzungen in unerträglicher Art sei beispiellos bisher", so Michael Stöter. Die Rolle der Linkspartei umschrieb der Referent als berechnend, es sei der SED-Nachfolgepartei gelungen in kurzer Zeit unzufriedene Sozialdemokraten abzuschöpfen. Die Methoden aus der ehemaligen DDR seien den ehemaligen Kadern aber so lieb und teuer das auch heute noch Meldungen über "Fehlverhalten" in Berichtsform abgegeben würden. Mit einer kurzen Analyse des Wahlergebnisses 2009 schloss der Gast aus Hessen seinen Vortrag.
Ortsvorsitzender Karsten Jahn bedankte sich mit einem kleinen Präsent für den informativen Vortrag und nach einigen Fragen schloss der Vorsitzende den Abend mit einem Dank an die Teilnahme, wünschte sich für die Zukunft allerdings eine deutlich bessere Beteiligung.