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Rede zum Frauenförderplan von Kerstin Magnussen
eingestellt am 03.02.2009 Rede zum Frauenförderplan Sehr geehrte Frau Bürgervorsteherin, die Fortschreibung des Frauenförderplanes für die Jahre 2009 -2012 der Stadtverwaltung Husum einschl. des Eigenbetriebes KSH steht heute zur Beratung und Beschlussfassung an. Einen Dank möchte ich an dieser Stelle im Namen der CDU-Fraktion an die Verwaltung aussprechen - es freut uns, dass mit diesem Katalog nun eine aktuelle Grundlage für die nächsten Jahre geschaffen wurde. Die Anforderungen an den Frauenförderplan - basierend auf dem Gleichstellungsgesetz aus 1994 - sind seit 2006 um neue Kriterien des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gestiegen und der neue Neben den gesetzlichen Vorgaben bildet der Frauenförderplan aus unserer Sicht als Instrument der Personalentwicklung und Steuerung eine wichtige Basis für eine zukunftsfähige Personalpolitik und ein Signal für eine bedarfsorientierte Personalwirtschaft für die Stadtverwaltung und den Eigenbetrieb. Die Verwaltung wurde und wird in den letzten Jahren durch vielfältige Veränderungsprozesse beeinflusst, beispielsweise durch Übernahme der Beschäftigten des Amtes Pellworm oder Wahrnehmung neuer Aufgaben im Bereich der Option durch das Sozialzentrum. Weiterbildung und Flexibiliät sind dabei Erfolgskriterien, um als attraktiver Arbeitgeber und Dienstleister qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu halten und zu fördern. 2007 arbeiteten etwa 220 Beschäftigte bei der Stadt Husum, davon waren 80 Männer und 146 Frauen, der Frauenanteil liegt damit bei 65 %. Während der einfache und Mittlere Dienst von Frauen dominiert ist, überwiegt im gehobenen Dienst noch der Männeranteil..... Das muss nicht so bleiben! Erfreulich ist, dass die Zahl der Teilzeitbeschäftigten weiter steigt und bereits in 2006 einen Stand von ca. 45 % aller Beschäftigten erreicht hatte. Dieses sind Zeichen dafür, dass ein Wertewandel stattfindet und die Bedürfnisse sich in dieser Hinsicht verändern. Vor dem Hintergrund neuer rechtlicher Rahmenbedingungen zur Elternzeit sowie mit dem Pflegezeitgesetz und der Tatsache, dass eine Beurlaubung für einen immer kürzeren Zeitraum beantragt wird, ist für die Rückkehr an den Arbeitsplatz und einen erfolgreichen Wiedereinstieg für Verwaltung wie auch für Beschäftigte der Bedarf nach flexiblen Lösungsansätzen gestiegen. Betrachten wir die Bestandsaufnahme, die Entwicklung der Istanalyse im Vergleich zu den vergangenen Jahren und die Zielvorgaben, so wurde sicher schon Vieles erreicht - blicken wir in die Zukunft, so werden vor allem der Demographische Wandel und weitere Veränderungen z.B. durch Digitalisierung von Arbeitsprozessen große Anforderungen an die Stadt und seine Beschäftigten stellen - diese Anforderungen lassen sich nur mit motivierten und qualifizierten Beschäftigten, gezielter und bedarfsgerechter Personalentwicklung und dem Vorhalten guter Rahmenbedingungen in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bewältigen. Meine Damen und Herren, das Glas ist sicher nicht erst halb voll und zum heutigen Zeitpunkt sind viele Entwicklungen schon in Bewegung gesetzt - diese gilt es auch in Zukunft weiter zu konkretisieren und auszubauen! Der prognostizierte Demographische Wandel und die damit einhergehenden Entwicklungen werden die Stadt Husum als Arbeitgeber nachhaltig verändern. Eine stärkere Doppelbelastung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Verlust an Fach- und Erfahrungswissen durch das verstärkte Ausscheiden von Know-how-Trägern zeichnen den Handlungsbedarf für unsere Zukunft auf. Der drohende Fachkräftemangel sowie eine längere Lebensarbeitszeit sind konkrete Anzeichen dafür, dass umfassende Anforderungen in der Personalplanung zu berücksichtigen sind. Um dabei als Arbeitgeber attraktiv und konkurrenzfähig im Wettbewerb um die "besten Köpfe" zu bleiben, sind intelligente und vorausschauende Lösungen schon jetzt eine wichtige Voraussetzung. Die Beschlussvorlage zur Fortschreibung des Frauenförderplanes bildet eine wesentliche Grundlage, um an der Umsetzung der Themen wie Personalauswahl, Wiedereinstieg, Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote sowie an der Steigerung des Frauenanteils in gehobenen Positionen arbeiten und diese weiter ausbauen zu können. Aus unserer Fraktion wird die Beschlussvorlage sehr begrüßt und unterstützt. Als Handlungsempfehlung möchten wir der Dienststellenleitung auf den Weg geben und alle beteiligten Akteure und Führungskräfte motivieren, daran mitzuwirken, durch eine Fortsetzung in der Konkretisierung der Maßnahmen noch mehr Chancengleichheit zu erzielen. Die intensive und innovative Umsetzung des neuen Frauenförderplanes sollte durch einen Ausbau des Berichtswesen zusätzlich untermauert werden. Um ein effizientes Controlling mit diesem Bericht zu ermöglichen, regen wir an, eine Berichterstattung durch den Bürgermeister im Stadtverordnetenkollegium im 2 Jahresrhythmus anzustreben. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kerstin Magnussen |
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